
So schnell geht´s in der Politik. Gestern noch Freund, heute schon Feind. Die Bestätigung finden wir zur Zeit im BZÖ. Da waren sie gestern noch wie durch Pech und Schwefel zusammengeschweißt, so nennen sie einander heute "Verräter", "Verbrecher", "Zerstörer"! Ein Teil der "Freiheitlichen in Kärnten" hat sich von der Mutterpartei, dem BZÖ, abgespalten und ist zur bis noch vor kurzem "radikalen" FPÖ gewechselt. Zu jener Partei also, von der sich die "Freiheitlichen in Kärnten" 2005 unter der Obmannschaft Jörg Haiders "befreit" hatten. Damals wurden sie von der Rest-FPÖ als verruchte Verräter bezeichnet, so sind sie heute die Verräter der Verräter ...
Nicht ganz umsonst findet die Steigerung von "Feind" ihre Fortsetzung in der Politik unter "Todfein", "Parteifreund". Erstaunlich, aber desillusionierend, die Verwindungen, die sich da abspielen. Meinte der Kärnter Landeshauptmann noch im Sommer, wenn er Wiener wäre würde er den Michael Häupl (SPÖ) wählen und sich nicht dessen Herausforderer HC Strache (FPÖ), so war dies plötzlich ein "sommerlicher -Scherz". Nun, die Scherze des Herrn Dörfler sind noch nie gut angekommen ...
Tatsache ist, dass die "Freiheitichen in Kärnten" damit bei kommenden Landtagswahlen den Landeshauptmannosten kaum noch erringen werden können, zumal derzeit FPK und BZÖ zusammen auf rund 30 Prozent der Wählerstimmen kämen, also weit weg von den 47 Prozent, die sie unter der Schirmherrschaft der Mutterpartei BZÖ im vergangenen Jahr erreichen konnten.
Der Sinn der Spaltung ist vielen ein Rätsel, und wird dies auch bleiben. Jörg Haider mag wohl in seinem Grab rotieren, denn das alles war sicher nicht "...mit voller Kraft, in seinem Sinne!"
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